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Livlaus

Label: Karisma Records (2015)

Das zweite Album der Norweger, die sich aus erfahreneren Musikern zusammensetzt wie den Livegitarristen von Taake Gjermund FRedheim und dem ex-Byfrost Fellgerber Rune Nesse. Nach ihrem 2012er Erstling war man gespannt ob der eingeschlagene Thrash-Weg fortbestehen wird – nicht wirklich, man hat sich viel mehr dem Blackmetal und in Teilen dem Thrash hingegeben. Man wurde roher, blastiger, düsterer aber auch gleichzeitig vielschichtiger. Die Lyrics sind auf Norwegisch und handeln vom Wandel einer Seele auf der Suche nach ewiger Ruhe im Reich des Todes. Diese Reise umfasst sieben Tracks, die in ihrer Gesamtlänge einem klassischen Blackmetal-Album entspricht.

Der Opener ist gleich mal eine amtliche Walze von neun Minuten mit all den Höhen und Tiefen, den variablen Strukturen, den Spannungsbögen und der Atmosphäre die man verbauen kann. Midtempo meets Blastbeat. Immer präsent die eingängige und sehr intensive Stimme von Einar dem ex-Fronter von Gravemachine. Aber auch die Tempiwechsel sind sehr variabel, sind überraschend und haben ihre ganz eigenen Momente, kein monotones Gebolze, keine Vorhersehbarkeit. Innerhalb dieses Album kommt es aber noch zu einem Teil der aus drei einzeln Nummern besteht, wenn man so will, eine Geschichte innerhalb der Geschichte mit ‚Livlaus del 1: Evig‘, ‚Livlaus del 2: Dodens Dal‘ und ‚Livlaus del 3: Tusen Sjeler‘, von Ewig über Toten Tal hinzu tausend Seelen. Den Abschluss bildet der Song Nebel ‚Skodde‘ auf diesem abwechslungsreichen Album. Zu all diesem Inhalt gesellen sich dann noch zwei Guestvocals. Einmal von Hoest (Taake) und einmal von V’Gandr (Helheim).

Mein Tipp: Ein gutes Teil, ambitioniert und weiterentwickelt wie man es gerne hat. Nicht nur schnödes 08/15 Geprügel, macht richtig Laune. Im Herbst dieses Jahres wird man dieses Quintett auch auf Tour sehen dürfen, sie werden mit Taake auf Tour sein. Also wenn ihr noch nichts vorhabt, checkt doch mal die Austragungsorte … Die Pommesgabel zum Gruße!!!

8/10

Car sten






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