Reviews

Oath, The
The Oath

Label: Rise Above (2014)

Da lauert ja etwas zugleich unheimliches und bildschönes im vertrauten Plattenladen um die Ecke. The Oath sind eine neue Doom Metal Band im weitesten Sinne. Im weitesten Sinne deshalb, weil maßlose musikalische Schwermut bestimmt nicht das Markenzeichen dieser beiden bezaubernden Ladies sein wird. Mit ihrem Erstlingswerk sind sie musikalisch zwischen klassischem Doom a la Witchfinder General (dort hätten sie auch bestens aufs Cover gepasst, wenn Ihr wisst, was ich meine...), NWOBHM und Motörhead kick ass Rock'n'Roll angesiedelt. Im Klartext: Jetzt kommt der Vergleich, den jeder bei einem Frauenprojekt erwartet: Girlschool mit Doomelementen.

Bislang sind The Oath noch keine komplette Band, da es Sängerin und Gitarristin bislang bevorzugen, mit angemieteten Studiomusikern zu arbeiten. Ich nehme aber mal stark an, dass sich das spätestens nach der ersten Tour erledigt haben wird.

Die weibliche Stimme, die zuweilen auch mehrstimmig eingesetzt wird verleiht den zuweilen düsteren Songs eine gewisse Lebendigkeit und Leichtigkeit, die man so im Doom Metal so nicht häufig hört. Vergleiche mit The Devil's Blood und anderen ähnlich gelagerten Bands finde ich hier aber definitiv nicht hilfreich, da The Oath durchaus eine eigenständige Melange zu bieten haben. Willkommen im Doom Metal Zirkus, Mädels! Aber tut Euch und uns bitte einen Gefallen: Nehmt das mit dem Verhängnis und den schwermütigen Texten bitte nicht ganz so ernst wie manche Genrekollegen, sonst wirds -wie bei allen- lächerlich!

Frank Scheuermann

8/10 






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