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Good Planets Are Hard To Find

Label: Transubstans (2009)

Zunächst einmal das Negative vorweg: Diese Scheibe ist bei Amazon nicht zu bekommen. Wenn Ihr das Teil nach dem Lesen meiner Kritik gerne haben möchtet, dann müsst Ihr schon eine eMail zu den netten Leuten von Record Heaven in Schweden schicken (recordheaven.net).

Das Oresund Space Collective wurde vor einigen Jahren als Plattform verschiedener Musiker aus unterschiedlichen Genres gegründet, die in ständig wechselnden Besetzungen einen totalen Spacerockfreakout hinlegen wollten. Die neue Scheibe dieses Projektes setzt nun gänzlich neue Maßstäbe. Die durchweg langen und überlangen Stücke (das längste schlägt bei knapp zwanzig Minuten am Ziel ein) verbreiten so viel Atmosphäre, dass Hawkwind und selbst die göttlichen Ozric Tentacles daneben wie Anfänger aussehen.

Dabei fällt auch die exquisite Arbeit an Gitarren auf, mit der Hawkwind ja nur extrem selten punkten konnten. Der einzige Nachteil dieser facettenreichen Veröffentlichung stellt die Tatsache dar, dass man zum Hören dieser Scheibe wirklich einen amtlichen Batzen Zeit mitbringen muss, denn sonst kann man diese raumgreifende Musik überhaupt nicht genießen. Es handelt sich nämlich ausschließlich um ellenlange, rein instrumentale Jams, komplett ohne Gesang und eigentlich auch ohne Struktur. Aber wundervoll ist das allemal. Wenn dann noch vom Siena Root Klampfer die Sitar ausgepackt wird, dann geht es endgültig ab auf die Achterbahnfahrt hippiesker Träume. In meinen Augen eine extrem lohnenswerte Anschaffung, selbst wenn man noch das Porto von Schweden nach good ol' Germany drauflegen muss.

Frank Scheuermann






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