Reviews

Play My Game

Label: Steamhammer (2009)

Zunächst diente sein Leben als Vorbild zum Musikfilm "Rockstar" und dann wurde genau dieser Karrieresprung mitsamt seinen nachfolgenden Abstürzen zu einer Art Treppenwitz der Rockgeschichte: Vom Fan, der es schaffte, zum Sänger seiner Lieblingsband zu werden hin zu dem Typen, der immer gefeuert wurde, wenn gerade mal wieder ein Originalsänger zurückkehrte, so zuletzt auch bei Iced Earth geschehen. Und zuvor bei Judas Priest. Dazwischen gab es noch ein starkes Lebenszeichen in Gestalt der ersten CD der Band Beyond Fear und zuletzt das erste musikalisch starke Yngwie Malmsteen Album seit Äonen (über die Produktion wollen wir lieber einmal mehr den Mantel des Schweigens hüllen...).

Und nun scheint er auf einer Welle des Erfolgs und der Musikalität zu segeln, denn mit "Play My Game" legt er eine sehr melodische und trotzdem zupackende CD vor, die nicht nur einige Hochkaräter in Gestalt toller Songs vorzuweisen hat, sondern auch noch Gastmusiker der Extraklasse hat. So finden sich Musiker von Riot, Whitesnake, Qiet Riot, Megadeth, Nevermore, Queensryche, AC/DC, Dio, Blue Murder, Rocket Scientists, The Firm und Balance (und das ist nur die Spitze des Eisbergs!). Trotzdem erscheint die Platte wie aus einem Guss. Das liegt auch daran, dass der Ripper immer noch wie ein junger Rob Halford klingt und das verbindende Element nach wie vor seine souveräne Gesangsleistung ist. Und so eine Soloplatte hat nun mal den riesigen Vorteil, dass ihn auch keiner feuern kann...und das ist doch auch schon einmal etwas!

Frank Scheuermann






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