Reviews

Razor

Label: Cyclone Empire (2009)

Nach sehr vielen Demos, der Bandgründung im Jahre 1999, einem sehr guten Feedback aus der Fangemeinde und Auftritten neben Größen wie Entombed oder Belphegor ist es nun soweit das Debutalbum steht vor der Ladentür. Gerne wird folgende Beschreibung gezogen um diese Band stilistisch zu beschreiben
"Black Metal Iron Maiden" hört sich komisch an, ist es aber nicht.

Die Herren zeichnen sich durch sehr viel Melodie und technische Finesse aus. Groove allenthalben, geschickt eingefügte, für die Dramaturgie der Songs sehr anmutende, Breaks und eine gewisse Nähe zur Eisernen Jungfrau im Songaufbau ist nicht zu leugnen. Natürlich in einer etwas höheren Geschwindigkeit dargereicht.

Ein wahres schwarzes Märchen, was einem da aus den Boxen entgegen kommt. Super schnelle Riffs, die Breaks zum Airguitar-Spielen fast geboren, die Klangfarbe von cleanen Vocals bis zu Growls, ab und auch Scream-Ansätze.

Nach einem Instrumental als Intro geht auch sofort auf die Mütze mit 'Nemesis' Light Fading', schon hier sind die besonderen Trademarks dieser Kombo zu erhören. Ab und an ist auch ein thrashig anmutendes Schlagzeugspiel zu erhaschen. Genauso schön, gerade durch die Breaks bei denen die meisten Melodie- als Dramaturgiestränge enthalten sind, wäre als Lauschtipp 'As Hope Dies' geeignet, ebenso die restlichen neun Songs auf dem Album. Es wird sogar ein Song auf Niederländisch geboten...

Es ist kein Ausfall zu verzeichnen, das komplette Album ist eine Wucht und Ausdruck von Eigenständigkeit, Kraft, Esprit und Spielfreude. Man kann sagen, dieses Album ist für Fans von Kreator bis zu Immortal gleicher Maßen geeignet.

Mein Tipp: Tretet ein in die Hallen von Onheil und lasst euch bedienen. Sensationell!

Car Sten






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