Reviews

Over The Edge feat. Mickes Thomas
Over The Edge

Label: Frontiers Records (2004)

Wie uns der Plattentitel „Over The Edge feat. Mickey Thomas“ schon vermuten lässt, handelt es sich bei der vorliegenden Scheibe weniger um eine Band als vielmehr um ein Soloprojekt des Sängers Mickey Thomas. Die Metalfraktion fragt sich natürlich genauso wie die Gothics, Punks und Grungefreaks: Mickey wer? Nun, man muss auch schon eine ganze Weile in der Rockgeschichte zurückgehen, um den Namen einordnen zu können. Nachdem das psychedelische Flugzeug aus der Fabrik Jefferson (will besagen Jefferson Airplane) endgültig den Orbit verlassen hatte, wurde es unter Aufbietung einiger Schaufeln an Power in ein Jefferson Starship umfunktioniert. Kurz bevor man den Bandnamen Jefferson endgültig ad acta legte um in den 80ern als Starship weiterzumachen, ging ein neuer Sangeskünstler mit Namen Mickey Thomas, an Bord. Nun, etwa zwei Jahrzehnte später hat besagter Barde eine illustre Schar wohlfeiler Studiomusiker und Songwriter um sich versammelt, unter anderem Jack Blades (Night Ranger, Damn Yankees etc.), Neal Schon (Santana, Journey, Sammy Hagar...), Jonathan Cain (Journey), Richie Kotzen (Poison, Mr. Big) oder auch Steve Lukather (Toto). Das Ergebnis klingt genau so, wie man es vermutet: Melodische Rockmusik im Grenzbereich zwischen Pop und (Hard-)Rock mit hervorragendem Handwerk eingetütet und vermutlich als reines Studioprojekt ausgelegt.
Mit dieser CD im Hintergrund bekommt Bügeln, Einkaufen und Fahrstuhl fahren einen völlig neuen und angenehmen Klang. Nicht schlecht!

Frank Scheuermann






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