Reviews

Companions To Devils And Saints

Label: Porterhouse Records (2004)

Luke Pabich, seines Zeichens Gitarrist bei Good Riddance, hat alles erreicht. Seine Band gehört zu den Größten in der kalifornischen Punkszene und sie haben Hunderttausende von Platten verkauft. Aber irgendetwas fehlt ihm trotzdem, also fängt er an eine neue Band um sich herum aufzubauen, die genau an ihn und seine Stimme angepasst ist. Er holt sich seinen früheren Bandkollegen Sean Sellers, Jesse Darling und vor kurzem noch Donovan Cole ins Boot. Damit kann sein Mix aus Punk und Metal beginnen. Soundtechnisch hört man, dass hier jemand von Good Riddance am Werk ist. Die Gitarrenarbeit ist schon beim ersten Song deutlich hörbar. Lukes Stimme passt exakt in diese Konstruktion aus, nach Metal klingenden, Gitarren, einem unterschwelligen Bass und dem harten Drumming von Sean. Der zweite Track des Albums ist durch seinen Chorus und die eingängige Melodie ein unglaublicher Ohrwurm, den man auch direkt auf der Homepage von Outlie entgegengeschleudert bekommt. Die Jungs können ihre Gitarren aber noch wesentlich dreckiger klingen lassen, so dass es fast nach Metal klingt, wie man bei ‚The Price Of Denial’ hören kann. Der Song ist etwas langsamer, aber auch hier ist der Refrain der zentrale Punkt, der einen Musikwall errichtet. Luke übernimmt in ‚Run With The Wolves’ den Stil von Good Riddance, eine Sprachausschnitt vor den eigentlichen Song zu stellen. Danach folgt ein Song, der vom Klang her dem Metal schon sehr nahe steht. Luke und Co holen hier alles aus den Gitarren heraus, so dass der Song ohne Gesang ein geniales Instrumental wäre. Das Album klingt mit dem Werk ‚Soundproof’ aus. Dieser Track ist der langsamste auf der CD und man kann ihn einfach nur genießen. Der Klang eines pfeifenden Verstärkers, der in die Stille driftet, beendet nach knapp vier Minuten dieses geniale Stück Musikkunst.

„Companions To Devils And Saints“ kann man jedem Good Riddance Fan nur wärmstens empfehlen und wer Good Riddance nicht kennt, sollte trotzdem mal hören wie eine gute Mischung aus Punk und Metal klingt.

Winfried Bulach






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