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Mabool - The Story Of The Three Sons Of Seven

Label: Century Media (2004)

Mabool - also die Flut - ist wohl die beste Zusammenfassung um dieses Album zu umschreiben. Der gewaltig bis monumentale Charakter zeigt sich schon in der Sprachvielfalt. Ja, richtig gelesen. Nicht nur Englisch und ausnahmsweise mal ein wenig Deutsch tummeln sich in den Lyrics, sondern hier finden sich Arabisch, Englisch, Hebräisch, Jemenitisch und Lateinisch. Gesondert sei hier noch das zusätzlich vorhandene Gibberish zu erwähnen. Ein Kunstsprache, die die Band selbst entworfen hat. So steht das ganze Album im Zeichen der Kunst, was auch in der sehr gewagten Kombination verschiedenster Instrumente, Stilrichtungen und einer aufwendigen Storyline, die sich quer durch durch das Album zieht, zu erkennen ist. Das alles ist auch bitter nötig um die Historie des Albums in ihrer ganzen Vielfalt und Ausdrucksstärke darzustellen. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Wie viel Mühe dieses Album gekostet hat, ist wohl für jeden nachvollziehbar. Und dementsprechend ist es auch geworden. Idee jagt Idee und die Story wird von Track zu Track weitergetragen. Ein kleines Meisterwerk also das sich aus der derzeitigen Release-Szene deutlichst abhebt.

Fazit: Fans von in alter Tradition stehender Alben, die im Laufe der Scheibe eine ganze Geschichte vertonen, werden die CD lieben. Ein durch und durch perfekt arrangiertes Album ohne Schwachstellen und drastische Übergänge. Wer Easy Listening bevorzugt und sich nichts aus aufwendig kreierten Arrangements macht, wird wohl klar überfordert sein. Für meine Begriffe wird dieser Silberling jedoch ein echtes Kleinod in der Sammlung eines jeden ernstzunehmenden Metal-Fans sein.

René Ahnert






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