Reviews

A New Dawn

Label: Al!ve (2004)

Auch im neuen Jahr bleiben einige Dinge beim Alten: Die Flut an Bands aus italienischen Landen hält ungebrochen an. Im Gegensatz zu vielen anderen Formationen haben Orion Riders nicht gleich die erstbesten Songs auf einem Album veröffentlicht, sondern erst mal eine gewisse Zeit im Underground verbracht, die Band existiert immerhin schon seit 1997.
7 Jahre später liegt nun das erste offizielle Release „A New Dawn“ vor.

Schon während des fast 3minütigen Intros nährt sich der Verdacht, dass wir es hier mit einer weiteren Rhapsody Kopie zu tun haben. Verstärkt wird dies noch durch den Sänger Joe Lombardo, der fast 1:1 wie Fabio Leone klingt. Im Weiteren wird man jedoch vom Gegenteil überzeugt, Orion Riders sind alles andere als eine 08/15 Band. Auch wenn die Jungs ebenfalls nicht um orchestrale Parts herumkommen und genauso zu Trompeten und Violinen greifen, klingt ihre Musik im Wesentlichen ein ganzes Stück härter als dies bei der Combo von Luca Turilli der Fall ist. Zudem schleichen sich durchweg sehr viele progressive Elemente ein, Rhythmus und Tempo wird häufig variiert, die Musik schwankt immer zwischen knallharten Heavy Metal Passagen, treibenden atmosphärischen Melodien und klassischen Einlagen. Mit am Besten gelingt diese Kombination in dem Titelsong sowie ,Leave The Shades Behind’. Leider stellen diese beiden Stücke die Ausnahme dar. Der dritte Killersong ,Old Symphony’ klingt hingegen wieder 1A nach Rhapsody und die restlichen Tracks kommen nicht über guten Durchschnitt hinaus. Wie bereits eingangs erwähnt mangelt es Frontmann Joe Lombardo an etwas Flexibilität, die Vocals sind zumeist immer in den gleichen Höhen angesiedelt. Eine Ausnahme stellt hierbei ,Light And Dark’ dar, bei dem Joe stimmlich seine beste Leistung abliefert, auch wenn der Song selbst eher durchschnittlich ist. Highlights sind leider Mangelware, was umso mehr ins Gewicht fällt, wenn man (die Zwischenstücke mal abgezogen) nur 6 Songs vertreten hat.

Orion Riders sind mit Sicherheit besser als viele Neuerscheinungen des Genres aber auch (noch) nicht gut genug, um aus der Masse heraus zu stechen. Positive Ansätze sind zu Genüge vorhanden, von daher bin ich gespannt auf das zweite Album.

Oliver Bender






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