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Where Sinners Bleed

Label: Armageddon Music (2005)

Nach vier Jahren Abstinenz melden sich die Herren von Obscenity um Frontmann Oli Jauch eindrucksvoll mit einem Blastgeschwader zurück an der Plattenfront. Die Zeit wurde von der Band bewusst gewählt, man wollte das neue Werk gelassen angehen. Und man sah, dass es gut war...

Growlende Vocals zelebriert von Oli, harte und unwiderstehliche Gitarrenriffs, die sich auf tun, wie die nicht einnehmbaren Mauern von Jericho; dazu noch das variable harte und zermürbende, blastige Schlagzeug...Ein Genuss für die Ohren und Balsam auf die geschundenen Gehörgänge eines jeden Death-Metal Fans. Um ihre Pläne so perfekt als möglich umsetzen zu können, heuerten sie kurzer Hand zwei Mannen von Dew-Scented an: Schlagzeuger bzw. Fellgerber Marc-Andre „Mücke“ Diecken und und den Dicksaitenreißer Alexander „Alex“ Pahl. Damit erklärt sich auch der glänzend arrangierte Übergang von Blast- zu Thrashattacken. Ein Weiteres Schmankerl betrifft die beiden Gittareros Hendrik Burns und Jens Finger. Man bekommt jeden vorhanden Bund den eine Gitarre aufweisen kann in unglaublicher Geschwindigkeit um die Ohren, stellenweise kommt einem dies Gehabe wie ein Duell vor. Technisch astrein und wundervoll in die Gesamtkonzeption eingefügt. Als Lauschprobe würde ich den Opener ‚Obesessed With Slavery’ empfehlen oder auch ‚Incomplete’ und ‚Return To Flesh’.

Mein Tipp: Ein alter Stern erstrahlt mit neuem Glanz am Firmament. Der Kauf reine Formsache nach der obligatorischen Lauschprobe! Geil, einfach nur geil!

Carsten Rothe






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