Reviews

The War On Errorism

Label: Fat Wreck Chords (2003)

NoFx - den Namen kann man durchaus ohne weiterte Erklärung so stehen lassen, da die Mannen um Fat Mike zu den einflussreichsten Bands dieses Genres gehören. Welche Trends werden wohl mit ihrem brandneuen Werk „The War On Errorism“ gesetzt...Hey kids. - Hey dad - What do you wanna do today?...Do you wanna go to a Punkrock show? - Yeah!...

Mit diesem Dialog zwischen einem Vater und seinen Kindern werden die folgenden 14 Tracks mit einer Gesamtspielzeit von 36,18 Minuten richtig stilvoll eingeleitet. ‚The Separation Of Church And Skate’ ist ein ungewöhnlich langer Opener, der dem Meisterwerk „The Decline“ ein bisschen Konkurrenz bietet und die Band wieder auf eine außergewöhnlich hohe musikalische Ebene katapultiert. Natürlich geht es nicht in diesem Sinne weiter, denn zuviel technische Raffinessen wären bei NoFx unangebracht und würden die meisten Hörer verkraulen. Deshalb schieben sie mit ‚The Irrationality Of Rationality’ erstmal eine etwas rasantere Punkrocknummer mit back to the roots Charakter nach. Ein weiteres Highlight folgt mit ‚Mattersville’ auf den Fuß. Typische NoFx Kost wird mit Keyboard-Sounds, einem gelungenem Text (Hommage an die Stadt Mattersville) und langsameren und einfachen Gitarrenparts verfeinert. Ungewohnte Töne bringt der Song ‚Anarchy Camp’ hervor, der diesmal mit Saxophon (anstatt Trompete) und Hammondorgel an die Tradition von ‚Kill All The White Man’ oder ‚Eat The Meek’ hervorragend anknüpft, wieder einmal in genialer Dub-Reggae-Knaller. Nun sind wir beim Titeltrack ‚American Errorist (I Hate Hate Haters)’ angelangt. Wie nicht anders zu erwarten ist geht dieser Song stark in die politische Ecke und besticht durch absolut geniale Bassline, sowie cooles und schnelles Riffing, womit den Lyrics auch die nötige Härte verpasst wird. Zurück zu den Anfängen ist das Motto von ‚13 Stiches’, denn hier erzählt Fat Mike ein Konzerterlebnis aus seiner Jugend (?), musikalisch klingt das Ganze allerdings recht modern - weil verschwommen - und bekommt durch El Hefes Trompete erst den richtigen Kick. Einen wirklich perfekten Schlusspunkt setzt ‚Whoops, I OD’d’ mit seinen akustischen und sogleich punkigen Melodien.

NoFx haben mal wieder den Hasen abgeschossen und ein nahezu perfektes Punkrock-Album abgeliefert, das noch einen Tick schneller ist als der Vorgänger „Pump Up The Valuum“.

Nils Manegold






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