Reviews

This Godless Endeavor

Label: Century Media (2005)

Eine der großen Bands der letzten Jahre veröffentlicht ihr 6. Studioalbum und alle fragen sich, ob sie nochmal zulegen können. Wurde der Vorgänger nach genügendem Genöle der Fans doch noch einmal frisch abgemischt, so ist von dieser Warte auf der neuen Scheibe kein Problem zu erwarten. Sauber, druckvoll, modern so wollte es die Band und Andy Sneap hat ihnen genau das verpasst. So knallt mit dem Opener auch gleich ein klasse Song aus den Boxen, teilweise fast schon Death Metal was der Gitarrensound da macht, insgesamt immer noch eine Power/Thrash Metal Mischung, die geniale Rhythmen mit der Bass/Schlagzeugfraktion weiterverarbeitet, hier als Beispiel ‚Medicated Nation', das einfach super mitreißend gespielt ist. Überhaupt gibt es kaum Ausfälle, selbst für einen „nicht so großen“ Nevermorefan, wie ich es bin. Warrel Daynes Gesang muss man mögen sonst hat der Hörer keinen Spaß an diesem Album. Hoch aber nicht zu extrem, oft an Metal Church mit einem Hauch mehr Power Metal erinnernd, hat er sich in eine Richtung entwickelt, die ihn annehmbarer. Was das neue Gitarrenduo Loomis/Smyth abliefert ist allerdings, gerade in den schnelleren Passagen der Platte atemberaubend, eingängig und doch nicht simpel sind die Läufe der Stromäxte. Ein einziger Vorwurf bleibt, das Album wird zum Ende ruhiger, etwas zu ruhig für meine Begriffe, dennoch bleibt „This Godless Endeavor“ eine Referenzscheibe im genannten Genre und wird für viele Fans wohl eine der besten Platten des Jahres werden. Anspieltipps (neben oben genannten Songs): ‚My Acid Words‘, Bittersweet Feast‘ und ‚The Psalm Of Lydia‘. Eigenständig, ohne stehen zu bleiben und darum richtig gut.

Christian Kremp






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