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The Perversion Of Humanity

Label: Point Music (2005)

Das Debüt dieser Schweizer Combo beginnt mit einem melancholisch-schönen Intro, das sogleich Interesse weckt und die Erwartungen hochschraubt. Und diese werden im Folgenden weitgehend erfüllt.

Zu hören gibt es Keyboard unterstützten Dark / Death Metal mit so mancherlei blackmetallischen Querverweisen, mal treibend-wuchtig, mal mit gelockerter Handbremse, dabei stets melodisch und aggressiv zugleich. Obwohl die einzelnen Zutaten weder neuartig noch besonders originell sind, wirkt das von Nekropolis fabrizierte Dunkelgebräu erfreulich eigenständig und erfrischend. Die ordentliche Produktion bietet hierbei die passende Umgebung für die qualitativ ansprechenden und vor Durchsetzungskraft strotzenden Songs. Neben der energischen Musik wissen zudem die nachdrücklichen Gesangseinlagen zu überzeugen, die zwischen Gegrunze und astreinem, mitreißendem Black-Metal-Gekreische - Letzteres vorrangig zum Einsatz kommend - hin- und herpendeln; selten hat mir eine Stimme dermaßen zugesagt.

Auf die gesamte Albumdistanz betrachtet mangelt es zwar ein wenig an Abwechslung, aber ansonsten wird hier eine einwandfreie Leistung geboten. Druckvolle, melodisch-dunkle Mucke. Tolle Platte!

Stefan Raehse






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