Reviews

Ton(e)s Of Hate

Label: Scarlet Records (2003)

Eine erstaunliche Band sind die sie schon diese Italiener. Geben Ende der 80er zwei Sahnescheiben raus, lösen sich dann auf und kommen dann mit „Mater Of All Evil“ saustark zurück. Das dritte Scheibchen nach dem Comeback steht nun dieser Tage ins Haus und es hat es erneut in sich.

War „Black As Pitch“ noch etwas schwärzer, aber auch schwächer geraten, tun sich nun wieder mehr thrashige Pfade auf und dafür gebührt dem Metalgott dank und Anerkennung. Es knallt schon beim ersten Track ‚Mealy-Mouthed Hypocrisy’ und hört bis zum Ende nicht mehr auf. Die irrwitzigen Vocals, die Blastbeatparts und, und das macht eben den feinen Unterschied, die Killerriffs, die mindestens einmal pro Song aus dem Hirn auf die Saiten gerissen werden, passen perfekt zusammen und dürften so manche drittklassige Black Metal Band verstehen lassen, warum sie nur Regionalliga spielt. Hier ist die BundesBlackMetalliga angesagt und wer mit solchem Speed agiert, spielt jeden Gegner schwindelig. Es gibt bis auf das etwas schwächere ‚Evidence From Beyond’ echt gar nichts zu meckern, da die Songs alle ihren eigen Stil haben und spätestens nach drei Durchläufen im Gehirn festsitzen. Der vierte Song wurde bereits einmal veröffentlicht, auf dem Debüt, dort hieß er noch ‚Flag Of The Inverted Cross’ und erstrahlt in neuem Glanze, wobei sehr stilecht die alte, knisternde LP-Aufnahme in das Gebollere der neuen Version übergeht.

Bleibt zu sagen, dass jeder Thrash Fan der auf blackige Vocals und einige Gitarrenparts abkann hier mindestens reinhören sollte. Ein Fest an Aggression.

Christian Kremp






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