Reviews

The Code Is Red...Long Live The Code

Label: Century Media (2005)

Napalm Death sind eine Institution, seit 18 Jahren am Start, mit stilprägenden Alben, die oft noch grandiose Cover („Scum“) und Titel („Enemy Of The Music Business“) zierten. Musikalisch war man immer extrem, viel Geballer gepaart mit Energie und Eingängigkeit, so auch auf dem neunten Werk „The Code Is Red ... Long Live The Code“, neben der Anspielung auf die nicht erlaubten Abrechnungen beim Militär sind drei Gastsänger mit am Start: Jeff Walker (Ex-Carcass), Jamey Jasta (Hatebreed) und Jello Biafra (Ex-Dead Kennedys) verfeinern mit Backvocals das Album, am prägnantesten ist dabei natürlich Jello, der unnachahmliche Sänger bei ‚The Great And The Good‘, einem der besten Songs auf dem Album. Insgesamt ist die Scheibe keine große Überraschung geworden, jeder Fan von Napalm Death ist richtig, wer sie vorher schon nicht mochte wird auch jetzt nicht mit ihnen warm werden. Man muss eben die geprügelten Parts gerne hören, die punkige Attitüde in Bass und Führungsgitarre mögen und den Gesang von Barney Greenway zumindest akzeptieren. Die Produktion ist nicht zu arg tiefgelegt, sondern spielt eher in höheren scheppernden Regionen, praktischerweise, da ansonsten vieles im Bassbrei untergehen würde.
Im ganzen kann das Album bei mir trotzdem nicht landen, einige Tracks wie etwa der Titelsong, ‚Diplomatic Immunity, ‚All Hail The Grey Dawn‘ sind echt gut geraten, aber es ist auch viel Geknüppel ohne Linie auf der Scheibe. Fans sollten zugreifen. Wie immer bei großen Bands man liebt oder hasst es. Ich bleibe dabei, dass Terrorizer mit einem Album mehr gerissen haben.

Christian Kremp






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