Reviews

Somewhere In California

Label: Frontiers Records (2011)

Von Beginn an waren Night Ranger der gelungene Versuch, Rockmusik zu erschaffen, die gleichermaßen eingängig wie hart ist und zugleich dem Hörer einen Wohlfühlrausch beschert. Depressionen und negative Weltanschauungen sind nicht die Welt von Night Ranger. Also: Bitte nur weiterlesen, wenn Ihr ein gepflegtes Maß an radiotauglicher Musik ertragen könnt und nicht nur Doom oder Black Metal auf Eurem metallischen Speiseplan stehen.

Mit "Sister Christian" und "You Can Still Rock In America" haben Night Ranger bereits vor etwa drei Dekaden die Messlatte für alle nachfolgenden Werke sehr hoch gelegt - und nicht immer erreichen können. Trotzdem waren alle Scheiben der Band um Kelly Keagy, Brad Gillis und Jack Blades zumindest immer hörenswert (Schließlich haben Rockgrößen wie Ozzy Osbourne, Ted Nugent oder Styx immer wieder gerne auf die Dienste dieser Musiker zurückgegriffen!). Mit der neuen Scheibe "Somewhere In California" schließen die Amerikaner zu ihren Klassikern auf und präsentieren DEN Soundtrack zum Sommer. Dort, wo die neue Journey schwächelt, setzen Night Ranger mit voller Energie an und rocken auf höchst melodische Art alles in Grund und Boden. Das Verhältnis zwischen Balladen und echten Rockern ist sehr ausgewogen und daher macht die Platte nur Spaß.

Also: "Somewhere In California" zulegen, Cabrio aus der Garage und mit Vollgas über den Küstenhighway - okay, eine einfache Bundesstraße tut's auch!

Frank Scheuermann






Rock & Pop Tickets bei www.eventim.de