Reviews

Lampenfieber

Label: Rough Trade Distribution (2009)

Was haben Nena, Revolverheld, Itchy Poopzkid, Donots oder Die Killerpilze gemeinsam? Sie alle haben sich schon von Noch ne Band begleiten lassen. Auch wenn das alleine noch kein Qualitätsmerkmal sein sollte...Die sympathischen Texte und das extrem unprätentiöse Auftreten des Dreiers um die Geschwister Vanessa (Bass, Vocals) und Marco (Drums) mit Manuel (Guitar) lässt aufhorchen. Die Songs werden in klassischer Radaubesetzung zum besten gegeben und lassen es abwechseln krachen oder auf der melancholischen Schiene laufen.

Ich finde es als alter Hase besonders erfreulich, dass sich hinter der Produktion der Scheibe kein Geringerer verbirgt als Frank Bornemann, seines Zeichens Kopf der deutschen Progressive-Legende Eloy (die waren allerdings damals mächtig prätentiös...). Mit der musikalischen Ausrichtung von dessen alter Band haben die Jungspunde allerdings nichts am Hut. Vielmehr bleiben die Nummern kompakt und zupackend. Auch für das zarte Alter der Mitstreiter sind die Texte sehr unpeinlich, da hat man im Zeitalter von Silbermond und Juli schon ganz anderes ertragen müssen...

So bleibt unterm Strich ein sehr gelungenes Debüt von einer süddeutschen Band, die durchaus mehr sein könnte als nur eine weitere Band.

Frank Scheuermann






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