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Among The Gods

Label: SPV (2004)

Mob Rules haben seit ihrem Debüt „Savage Land“ im Jahre 1999 eine beachtliche Entwicklung hinter sich. Mit jedem Album gelang es der Truppe mehr und mehr ihren Stil zu verfeinern und immer wieder ein Schippchen drauf zu packen was mit dem letzten Release „Hollowed Be Thy Name“ seinen bisherigen Höhepunkt fand. Das unveränderte Line-Up der Band seit Bestehen trägt mit Sicherheit auch einen Teil zu der kontinuierlichen Weiterentwicklung bei.

Das neueste Werk „Among The Gods“ setzt den Trend der letzten Scheibe fort, die Songs mehr und mehr in ein episches Gewand zu packen, was durch das majestätische Cover bereits angedeutet wird. Irgendwie kann ich mir nicht helfen aber für meinen Geschmack hätte die Scheibe durchaus einen Tick härter sein können. Man setzt zu sehr auf Hymnen wie den Titelsong (der zugegebenermaßen prächtig funktioniert). Ähnlich gelagert sind auch ‚Seven Seas’, ‚Black Rain’ und ‚The Miracle Dancer’. Neben all diesen atmosphärischen Stücken trägt eine Ballade wie ‚New World Symphony’ auch nicht gerade zu mehr Härte bei auch wenn dieser Song für die gesangliche Leistung von Frontmann Klaus Dirks spricht. Lediglich ‚Hydrophobia’ und ‚Invitation Time’ sind im Uptempo Bereich anzusiedeln, ‚Ship Of Fools’ ist ein cooler Sing Along Rocker geworden, ‚Meet You In Heaven’ kommt ebenfalls flott daher hat aber einen recht schwachen Chorus. Der letzte Track ‚Arabia’ ist mit seinen orientalischen Zügen noch mal ein richtiges Schmankerl. Schade, dass die Band nicht auf mehr Songs à la ‚Hydrophobia’ gesetzt hat denn solche Stücke (‚Lord Of Madness’, ‚Ghost Town’) waren auf der letzten Scheibe ein echter Knaller.

„Among The Gods“ ist musikalisch gesehen ein gutes Album, kann aber mit dem Vorgänger nicht mithalten. Anhänger von atmosphärischem und epischem Powermetal werden an dieser Scheibe gefallen finden.

Oliver Bender






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