Reviews

Millenium
The Best Of...And More

Label: Frontiers Records (2004)

Doppelt gemoppelt hält besser. Das dachten sich wohl auch die verantwortlichen Herren von Millenium, die uns binnen eines Jahres mit gleich 2 Veröffentlichungen mit der Entscheidungsfrage eines Kaufes konfrontieren. Das 4. Bandalbum „Jericho“ erschien Mitte des Jahres, nun folgt also eine Best Of Doppel CD. Stellt sich mal wieder die Frage, in wie fern so ein Teil Sinn macht, zumal die bisherigen Scheiben nicht gerade als Himmelsstürmer bezeichnet werden können. Aber nehmen wir das Teil mal unter die Lupe.

„The Best Of… And More“ enthält die geballte Ladung Musik: 134 Minuten, die sich auf 28 Tracks aufsplitten. Man könnte glatt den Eindruck gewinnen, dass nicht nur die besten, sondern alle Millenium Songs auf die Rohlinge gepresst wurden. Diese Theorie geht aber spätestens nach Durchsehen der Tracklist flöten, da der neueste Output „Jericho“ überhaupt nicht berücksichtigt wurde. Des weiteren wäre zu erwähnen, dass die Songs zum einen vom wieder zurückgekehrten und aktuellem Sänger Todd Plant und zum anderen vom norwegischen Ausnahmefronter Jorn Lande (Masterplan) eingeträllert wurden, der auch auf einigen Bandalben vertreten war. Meines Erachtens macht der Norweger hierbei den wesentlich besseren Eindruck, zumal Todd in seiner Stimme doch limitiert wirkt. Triftet das aktuelle Release doch deutlich in die Heavy Metal Ecke ab, so bewegt sich diese Doppel CD überwiegend im Hard Rock Sektor, wobei man auch einigen schnelleren Tracks wie dem genialen ‚Power To Love’ nicht abgeneigt ist. Für alle Hardcore Fans der Band enthält die zweite Scheibe mit 10 unveröffentlichten Tracks ein besonderes Bonbon. Hierbei tummeln sich mit ‚I Surrender’ (Rainbow), ‚Jane’ (Jefferson Starship) und Love Is Like Oxygen’ (The Sweet) auch einige Covernummern unter dem auserwählten Material.

Für Fans dürfte allein schon der Vielzahl der Songs sowie die unreleased Tracks ein gefundenes Fressen sein. Aber ganz ehrlich: Trotz einiger Glanzlichter gibt es im Melodic / Hard Rock Bereich wesentlich bessere Platten.

Oliver Bender






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