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A Jackknife To A Swan

Label: Golf Records (2002)

Nach dem im Jahre 2000 mit „Pay Attention“ der letzte Longplayer der Bosstones über ein Majorlabel erschienen ist, hat man sich wieder besonnen und ist zu One Side Dummy gewechselt, um ein weiteres Skacore Highlight namens „A Jackknife To A Swan“ auf den Markt zu werfen. Der Titeltrack ‚A Jackknife To A Swan’ bestreitet auch gleich mal den Beginn. Mit einem Singalong-mäßigem Chorus und einprägsamer Rhythmik wird auch gleich mal was für’s Tanzbein getan. An dritter Stelle vernimmt man dann die Töne der ersten Singleauskopplung ‚You Gotta Go’. Zwar ist ‚You Gotta Go’ kein Hit á la ‚The Impression That I Get’, aber nichts desto trotz ist dieser Song der Song, der einem beim ersten Durchhören hängen bleibt. Erstes jamaikanisches Liedgut bekommt man in ‚Everybody’s Better’ geboten. Bei ruhigen und eingängigen Tönen kann man erstmal ein wenig verschnaufen, ehe man in ‚I Want My City Back’ wieder zurück auf die Tanzfläche muss, um seinen Emotionen freien Lauf zu lassen. Nun folgt Jamaika Teil 2 und diesmal stimmt auch der Titel: ‚Chasing The Sun Away’. Mit Reggae-Feeling und Mr. Springsteenesken Stimme kann man sich bei diesem eher ruhigen Song sogar die Seele aus dem Leib grölen. Nun ist es an der Zeit meinen ersten Favoriten zu benennen: ‚You Can’t Win’ ist einer der auserwählten, dessen Text mich doch sehr an Casinogänger erinnert („they may let you in, but they never let you win“). Ska-mäßige Verses werden durch den arschtretenden Refrain abgelöst, dessen Backing Vocals besonders gut zur Geltung kommen und zum mitsingen animieren. Der beste Track des Albums ist aber definitiv ‚S#!%t Outta Luck’. Mighty Mighty Bosstones in Bestform, denn der Chorus steht eindeutig im Mittelpunkt dieses Songs (im Übrigen der kürzeste Text), der auch gleich mal an die 10-mal durchzelebriert wird, damit ihn auch jeder beim zweiten Mal hören auswendig kennt. Beendet wird dieser Longplayer mit ‚7 Ways To Sunday’, einem eher ungewöhnlichen Song, der doch stark an Bruce Springsteen meets Country erinnert, aber dennoch nicht zu unterschätzen ist.

Mit „A Jackknife To A Swan“ bringen die Bosstones mal wieder ein absolutes Tanzhighlight auf den Markt, das zwar nicht immer an das Niveau vom Vorgänger „Pay Attention” anknüpfen kann, aber dennoch ihre Führungsposition zu behaupten weiß.

Nils Manegold






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