Reviews

Maze Of Torment
Hammers Of Mayhem

Label: A & M Records (2005)

Eine altbekannte Band aus Schweden kommt mal wieder mit einem neuen Album um die Ecke, Maze Of Torment stehen seit jeher für schwedischen Black Metal mit einer guten Portion Thrash Metal versetzt und das hat sich auch auf „Hammers Of Mayhem“ nicht ein Stück geändert. Die Gitarren sägen schwarz und kommen mit typischen Thrash-Riffs daher, Geschwindigkeit wird dabei immer groß geschrieben, denn Midtempoparts sind wenige, slowe Parts gar keine auf dem Album gelandet. Selbst Venom‘s ‚In League With Satan‘ wird einer Geschwindigkeitskur unterzogen. Leider, denn der Charme des Klassikers vom „Welcome To Hell“- Debüt der Briten geht dabei völlig verloren. Die 10 Eigenkompositionen hingegen vertragen diesen Speed. Die Zielgruppe sollte Necrodeath, Merciless, Aura Noir und Necrophobic mögen, gerade letztere sind immer wieder als Referenz zu nennen, die Neverendingleadguitar wird zwar nicht ganz durchgehalten, aber das Prinzip ist ähnlich, Maze Of Torment gehen nur etwas rustikaler zur Sache. Schaden tut das nicht, denn in diesem Genre ist das Album richtig geil. Neue Fans anderer Stilistiken werden wohl kaum angeworben, aber das sollte auch nicht die Zielsetzung der Band sein. Sie zieht ihr Ding 36min. lang kompromisslos durch und alle Fans von „unholy Black Thrashing Metal“ dürfen hier direkt zugreifen. Underground Metal der keine Gefangenen macht. Traditionalisten und Hasser des modernen Metal dürfen mal wieder feiern und ich gönne es ihnen.

Anspieltipps sind ‚Servants Of Menace‘, ‚F.O.E.‘ und der Titelsong, da diese die besten Moshparts besitzen. Für Stilfreaks ist es interessant, dass diese Band trotz wenig melodischem Death Metal Zitaten (eigentlich keinem, außer bei ‚Into The Bloodswarm‘) total nach Schweden und nicht Norwegen klingt, immer wieder faszinierend.

Christian Kremp






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