Reviews

Maximum Penalty
Uncle Sham

Label: I Scream Records (2001)

Die Pioniere der New Yorker Hardcore Szene Maximum Penalty bringen im September ihr langerwartetes viertes Album auf den Markt. Da die Band momentan nur aus den beiden Mitgliedern Rich McLoughlin und Jim Williams besteht, konnten die zwei Veteranen ihrer Schöpfungskraft freien lauf lassen. Das Endergebnis ist zwar recht gewöhnungsbedürftig, gibt aber der gesamten Hardcore-Szene ein Beispiel dafür, welche Einflüsse man alles in die Musik einbauen kann. Überwiegend bestehen die elf Songs des Albums aus einfachen, aber genialen Matalriffs mit zusätzlichem leicht progressivem Gesang. Neben den Hardcore Songs finden auch zwei Balladen ihren Platz auf der Scheibe. ‚How Long’, ein 4,30 Minuten langer Song besteht zum Beispiel nur aus Gitarre, Gesang und Synthesizer. Der darauf folgende Song ‚Bless This House’ ist wieder ein richtig gut gelungener melodischer Hardcore Song, der ohne weiteres auch seinen Platz im Metal-Bereich gefunden hätte. ‚Rotten Apple’ ist hingegen ein etwas ruhigerer Song, bei dem der Ska- / Reggae-Einfluss unüberhörbar rüberkommt. Seltsame Mischung könnte man da sagen, aber das macht den beiden Jungs wenig aus, denn sie wollten schon immer die Grenzen überschreiten und neue Einflüsse etablieren. Mit „Uncle Sham“ stellen Maximum Penalty unter beweis, dass sie immer wieder neues Terrain betreten wollen und vor keinem Musikstil halt machen, sei es auch noch so widersprüchlich. Alles im Allem ein recht gewöhnungsbedürftiges Werk, also eher was für open-minded Zuhörer, denn dieses Album ist nicht gerade das was man eingängig nennt.

Nils Manegold






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