Reviews

Brand New Morning

Label: SPV (2004)

Nach dem grandiosen Bang Your Head Auftritt dieses Jahr, auf dem die Briten u.a. den Titelsong ihres gerade erscheinenden 12. Studioalbums präsentierten, war die Vorfreude auf „Brand New Morning“ natürlich riesig und die Skepsis entsprechend hoch, ob das Album tatsächlich die Versprechen halten könnte. Doch sofort bläst der als Opener fungierende Titeltrack sämtliche Skepsis ins Nirvana und ebnet den Weg für ein Album, das einen ehrfürchtig auf die Knie sinken lässt und sich keinesfalls hinter Glanztaten wie „On A Storyteller´s Night“ oder „Vigilante“ verstecken muß. Hier wird Hardrock nicht nur gespielt, hier wird er zelebriert, und das mit einer Spielfreude, die die meisten Newcomerbands verschämt im Erdboden versinken lässt. Wer also meint, dass es alte Säcke nicht mehr bringen, wird von Bob „Frodo“ Catley, Tony Clarkin, der seinen Herzinfarkt glücklicherweise gut überstanden hat und Co. (darunter Thunder-Drummer Harry James) von Anfang an eines besseren belehrt.

Wer in der Lage ist, ein Opening-Triple, wie den schon erwähnten Titeltrack, das mit tollen Klavierspielereien versehene ‚It´s Time To Come Together’ oder den düsteren Melodic-Killer ‚We All Run’ zu schreiben, der darf einfach noch nicht in Rente gehen. Ich könnte jetzt hier eigentlich sämtliche Songs aufzählen, da sich unter den 9 Perlen nicht ein einziger Ausfall befindet. Ob nun das auf Akustikgitarre basierende Epos ‚The Blue And The Grey’, das melancholische, gegen Ende aber in Hoffnung mündende ‚I´d Breath For You’, der experimentelle Rausschmeißer ‚The Scarecrow’ etc. etc. Sie alle machen „Brand New Morning“ zur perfektesten Hardrock-Scheibe des Jahres und steigern die Vorfreude auf eine Tour in unseren Breitengraden ins Unermessliche! Welcome back to a brand new morning!

Michael Meyer






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