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Through The Never

Label: Universal (2013)

 

Viel muss man über Metallica nicht erzählen, denn der Name spricht für sich. Seit über 30 Jahren bespielen die Jungs aus L.A. nun die Bühnen der Welt und haben die 100 Millionen-Alben-Marke geknackt. Neben 9 Grammys hat die Truppe um James Hetfield allein in den USA insgesamt über 50 Mal Platin für ihre 9 Studioalben bekommen. Nun kommt nach „S&M“ von 1999 wieder mal ein Livealbum. Scheinbar hat die Liveproduktion „The Big Four Live From Sofia, Bulgaria“ welche mit zusammen mit Slayer, Megadeth und Anthrax entstand, die Musiker wieder auf den Geschmack gebracht das Konzertfeeling auf einem Silberling an die Fans weiterzugeben.

„Through The Never“ ist der Soundtrack zum gleichnamigen 3D Film. Die Aufnahmen für die Scheibe und den Film wurden auf den Konzerten in Edmonton und Vancouver gemacht. Bis auf Load and St. Anger sind von allen Alben Songs vertreten und 11 der 16 Tracks sind Singleauskoppelungen. Den Anfang der Scheibe markiert natürlich „The Ecstasy Of Gold“, welches seit den 1983 immer der Opener für die Konzerte des Quartetts ist. Die Livestimmung kommt großartig rüber denn die Fangesänge prägen die Scheibe, da James Hetfield das Publikum fleißig mitmachen lässt. Bei „One“ kann man sogar das Bühnenfeuerwerk und die Reaktion der Fans darauf hören, was das Wohnzimmer zum Livekonzert macht. Bei „Ride The Lightning“ hört man Tonprobleme, welche natürlich auch dazu gehören und die Authentizität unterstreichen. Gleiches gilt für den Zwischenfall bei „Enter Sandman“ bei dem die Band aufhören muss zu spielen, weil es einen (technischen) Unfall gab, der aber durch die Forderung nach Verstärkern und Erinnerungen an alte Zeiten (in der Garage) überwunden wird.

Insgesamt ist das Doppelalbum eine runde Sache, auch wenn etwas mehr Ansagen das Ganze noch aufgepeppt hätten, wie es seinerzeit bei „The Mark, Tom and Travis Show“ von Blink 182 der Fall war. Für Fans auf die auf Livegenuss stehen, ist der Soundtrack ein Pflichtkauf, denn 30 Jahre Metallica wurden hier würdig auf CD gepresst.

8/10

Winfried Bulach






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