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The Absolute

Label: Lion Music (2009)

Lust auf eine gemütliche kleine Shredder-Party? Nun, mit Borislav Mitics neuer Soloscheibe ist der Grundstein dafür gelegt! Instrumentaler Virtuosen-Metal-Overkill par excellence. Borislav Mitic schrubbelt über die gesamte Spielzeit die ganze bekannte Malmsteen-Skalenwelt in Schwindel erregender Geschwindigkeit herauf und herunter.

Dabei verwurstelt er genauso konsequent klassische Motive wie Anklänge an folkloristische Musik und die Renaissance. Aber immer, wenn die Band mitmachen darf, steht das metallische Geschredder im Vordergrund. Ich bin immer noch erstaunt, wie virtuos man sein Instrument beherrschen kann, allerdings finde ich persönlich die Instrumentalfertigkeiten eines Musikers nicht über einen längeren Zeitraum tragend, wenn sie nicht in packende Kompositionen eingebettet werden.

Und genau hier sehe ich den Unterschied zwischen einem Borislav Mitic oder einem Jeff Beck: Beim erstgenannten Musiker verkommt die Virtuosität zum Selbstzweck, beim letztgenannten ist sie Voraussetzung zur Ausdrucksfähigkeit auf höchstem Niveau. Für Frickelfreunde trotzdem eine interessante Ergänzug zu Satriani und Co.

Frank Scheuermann