Reviews

Gotteskrieger

Label: Massacre Records (2009)

Was diese Band seit ihrer Entstehung im Jahre 1983 in der ehemaligen DDR erleben und durchleben musste, ist Stoff für einen eigenen Artikel. Hier und heute ist das musikalische Interessant. Somit bleibt von der Historie nur noch festzuhalten, dass von der Urbesetzung nicht alle bis hin zu wenig überlebt haben. Und das ist leider sprichwörtlich gemeint.

Aber die Mucke ist echt der Hammer, Thrash und klassisches Metal, mit den dazugehörigen Attitüden, geiles Riffing, variables Drumming und einen Sänger, den man von seiner Klangfarbe her eher dem Mittelalter zu ordnen würde. Kreuz und quer geht es bei dieser beeindruckenden Truppe. Das textliche Konstrukt ist mit dem Titel "Gotteskrieger" schon vorgegeben. Sei es Stoff aus dem Mittelalter bis hin zu einer metallischen Version des Soundtracks von dem Film "Das Boot", Melodie mit leicht verzerrter Gitarre, dazu noch Doublebass - Hammer, gut, manch einer sieht dies als Gotteslästerung, mir gefällts! Ein weiterer Titel aus dem Filmsegment wird vertont 'Hunde wollt ihr ewig leben'.

Selbstverständlich ist auch der Titelsong 'Gotteskrieger' sehr empfehlenswert und wer ganz viel Zeit hat soll sich das ganze Album anhören, denn kein Song verdient es aus diesem Gefüge heraus gerissen zu werden. Selbstredend, dass diese Songs auch Tiefgang haben. Vergleiche fallen schwer und hinken meist, aber am ehesten wäre die Die Apos zu nennen, wie gesagt nur im weiteren sinne. Die Band ist absolut eigenständig und es macht einfach nur Spaß denen zuzuhören.

Mein Tipp: Hammer geil, hört rein und lasst euch freudig überrollen von dieser Komposition!

Car Sten






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