Reviews

Manic Street Preachers
Journal For Plague Lovers

Label: Sony (2009)

Mit Easy Listening hat "Journal For Plague Lovers" definitiv nichts zu tun. Ob die Manic Street Preachers mit ihrer nunmehr neunten Platte an die kommerziellen Erfolge der letzten Jahre warden anknüpfen können bleibt erst einmal dahingestellt. Ein mutiges Werk ist es allemal!

Die Grundidee zu diesem Monument schwerer musikalischer Kost stammt von Richey Edwards, dem Gitarristen und Texter der Band, der schon vor einem guten Dutzend Jahren spurlos verschwunden ist. Mythen und Legenden ragen sich seither um dieses Ereignis. "Journal For Plague Lovers" ist vielleicht auch schon aus genau diesem Grund so sperrig, weil die Band nun die Texte vertont hat, die Herr Edwards damals schon geschrieben, aber unkommentiert zurückgelassen hat.

"The Holy Bible" möchte einem noch am ehesten in den Sinn kommen, wenn man die neue CD anhört und nach Referenzen im bandeigenen Oeuvre sucht. Aber schlussendlich bleibt sie eine verstörende Ansammlung von Musik, die ein angemessenes CD-Cover erhalten hat.

Frank Scheuermann






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