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Tredici

Label: Soulfood Music (2009)

Aus Italien kommen einige recht eigenwillige Interpreten in der von uns so geschätzten musikalischen Richtung. Ich habe da so meine eigenen Theorien, warum aus diesem rein katholischen Land so viele Verehrer der dunklen Mächte kommen. Allerdings gibt es auch diese ganzen Bands, die man als Rondo Veneziano des Heavy Metal bezeichnen  könnte: Die ganze Operettenmucke im Heavy Metal Gewand (Man könnte auch sagen, dass diese Musik so authentisch Rock’n’Roll ist wie die Schmerzen eines vermeintlich im gegnerischen Strafraum gefoulten italienischen Nationalspielers echt sind!). Und gelegentlich gibt es die wirklich interessanten Bands, die sich jeder Kategorisierung verschließen. Und mit genau solch einer Band haben wir es im Falle Mumble Rumble zu tun. Das ist schon irgendwie Hardrock, was diese reine Frauenband macht. Aber sie verweben es mit teils progressiven Elementen und zuweilen auch Garagensounds und Punkgeballer. Dass die vier Mädels dabei jeweils in allen erdenklichen Sprachen singen, die ihnen gerade zur Verfügung stehen unterstreicht diesen Eindruck der Eigenwilligkeit noch zusätzlich.

Für Puristen eines der Genres sind Mumble Rumble bestimmt ungeeignet, aber wenn man sich mal die geballte Abwechslung innerhalb einer CD besorgen will, dann liegt man mit den vier Donnas nicht falsch.

Frank Scheuermann






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