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Planet Black

Label: Wacken Records (2008)

Wie sich mittlerweile herumgesprochen haben dürfte, handelt es sich bei Mennen um das Nachfolgeprojekt der niederländischen Band Zinatra, die Ende der 80er Jahre im melodischen Hardrocksektor Fuß fassen konnten. Damals war auch noch ein gewisser Robbie Valentyne mit an Bord, der sich seitdem an Klanglandschaften von Queen'schen Ausmaßen versucht - und das recht erfolgreich.

Mennen hingegen wurden gegründet, um dem melodischen Hardrock von Zinatra wieder ein wenig mehr Härte zu verpassen. Das gelang bisher nicht unbedingt immer in angemessener und wünschenswerter Weise. Oftmals war das Songmaterial zu schlecht und die Härte zu hoch angesiedelt. Mit dem 2005er Werk "Freakazoid" konnte man endlich musikalisch ein durchaus befriedigendes Werk abliefern und die Tendenz ging ganz deutlich nach oben. Nun durfte man gespannt sein, ob Mennen mit ihrem Nachfolgewerk das noch würden toppen können. Nun, um es gleich vorweg zu nehmen: Trotz einiger ansehnlicher Kompositionen weist die Formkurve schon wieder deutlich nach unten, was durchaus darin begründet sein könnte, dass die Niederländer es versucht haben, in ihrem eher einfach gestrickten Hardrock zu viele Kleinigkeiten unterzubringen, die dann die Platte eher zerstückeln, als dass sie ihr Finesse verliehen.

So bleibt es denn wohl noch in absehbarer Zukunft dabei, dass von allen niederländischen Hardrockbands, die mir spontan einfallen, nur Ayreon, Vengeance und natürlich die göttlichen Golden Earring in der ersten Liga spielen. Mennen werden sich wohl weiterhin auf einem Platz im oberen Bereich der Regionalliga wieder finden. Für mehr reicht es leider immer noch nicht. Schade.

Frank Scheuermann 






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