Reviews

Incubus - Chapter Seven

Label: Massacre Records (2008)

Die mittlerweile siebte Veröffentlichung der aufnahmefreudigen Hamburger (die Band existiert seit 1999) bietet wie gewohnt eine Mischung aus Power und traditionellem Heavy Metal. Das Intro des vom Bassisten Lars Ratz produzierten Albums klingt mit seiner majestätischen Melodie äußerst vielversprechend, doch dieser positive erste Eindruck verflüchtigt sich im Laufe der nächsten Lieder leider zusehends.
Zwar haben die handwerklich fitten Metalium durchaus ihre starken Momente; so sind zum Beispiel als Höhepunkte zu nennen 'Resurrection', das zwar nicht Aufsehen erregende, aber dennoch effektiv ins Ohr gehende 'Take Me Higher' sowie das fast schon schleppende 'Hellfire'. Das Spektrum reicht dabei von Uptempo-Nummern mit typischen Doublebass-Einsätzen über im mittleren Geschwindigkeitsbereich angesiedelte Tracks bis hin zu ruhigeren Abschnitten. Des Weiteren können die Sangesqualitäten von Sänger Henning Basse schwerlich bestritten werden; dies gilt es zuzugestehen, selbst wenn man mit solcherart Gesang wenig anfangen kann. Dennoch - das Album sticht nicht sonderlich heraus, kann sich nicht von den durchschnittlichen Veröffentlichungen des Stilbereichs positiv abheben. Zu viele Riffs meint man hier oder dort schon mal vernommen zu haben, zu viel Unspektakuläres - stellvertretend hierfür möge 'Meet Your Maker' stehen - befindet sich auf der Platte. Für Traditionalisten sicherlich keine verkehrte Anlaufstelle und womöglich essentiell, für alle anderen wahrscheinlich ein entbehrliches, wenig innovatives Album.

Stefan Raehse 






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