- Rattenmenschenmassen
- Ein Kindertraum
- In der Ruinen hellem Glanz
- Heller noch...
- Rattenspiel
- Kinderaugentränen
- Kinderaugenblicke Teil I
- Kinderaugenblicke Teil II
- Kinderaugenblicke Teil III
- Mein Freund, der Traum (ist tot)
- Hör auf zu weinen
Label: Finest Noise (2007)
Bald ist es 10 Jahre her, dass Monoblock das Licht der Welt erblickte. Anno 1998 fing die Kombo an zu musizieren und veröffentlichte gleich zwei Alben innerhalb der ersten drei Jahre. 2002 waren es dann sieben Musiker, die sich unter dem Namen Monoblock vereint hatten. Der Stil und der Charakter der Band formierten sich mit den prägenden Bandmitgliedern und entluden sich in ihrem letzten Werk "Blutige Jahre", welches Ende 2003 Anfang 2004 auf den Markt kam. Der Erfolg blieb der Truppe bislang nicht versagt, denn man schaffte es bereits zwei Mal einen Auftritt auf dem Wave Gothic Treffen zu geben. Doch nun zu "Kinderaugenblicke"...
Klänge wie man sie von Nightwish kennt klingen aus den Lautsprechern, wenn man die CD startet. Das Keyboard steht deutlich im Raum mit Klavier- / sanften elektronischen Klängen, die eine epische Kulisse für den Gesang schaffen. Eingängig "kämpfen" bei 'Rattenmenschenmassen' eine Frauen- und eine Männerstimme gegeneinander um beim folgenden Track im Duett auf einer Seite zu stehen. Es geht zwar nicht ganz so hoch wie bei Tarja aber schön und wohlklingend ist der weibliche Gesang trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen. Im männlichen Gegenstück geht es ab und zu mal in härtere Metalgefilde wo das Schreien heimisch ist. Ansonsten überzeugt auch hier der klare und saubere Gesang von den Qualitäten der Band. Balladen müssen sein und so gibt die Band ihr derartiges Statement im Stück 'Heller noch...' ab, welches ein Monumentalwerk in 8 Minuten ist, welches sich langsam dahinschweben lässt, doch am Ende dann in Powermetalgewässer fährt und mal die Gitarre in den Vordergrund treten lässt. Nach 'Kinderaugentränen' gibt es die Titeltracktrilogie, welche quasi in Kapitel eingeteilt ist, die musikalisch zueinander passen. Eine Einführung die mehr Intro als Lied ist, einem Stück, das sich intensiv mit dem Titel auseinandersetzt und einem langsamen Ausklang aus der Thematik. Das vorletzte tempolastige Stück am Ende der Scheibe gibt noch mal alles um die Gunst des Hörers zu erwerben und sorgt so für einen positiven Gesamteindruck.
Monoblock haben zu Recht ihre Auftritte auf dem WGT gehabt und unterstreichen dies mit ihrer Scheibe "Kinderaugenblicke". Anhänger der Musik des Gothicmetals werden ihre helle Freude an dieser CD finden.
Winfried Bulach