Reviews

Dark Days

Label: Point Music (2002)

Mit Loaded hat ein prominenter Typ der Haarspray-Phase ein neues Projekt am Laufen. Der Name: Duff McKagan, Beruf: früher Bassist, heute Sänger und Gitarrist. Herkunft: Guns’n Roses. Wie schon auf seiner Solo-Cd geht er hier etwas mehr von seiner punkigen Seite an das große Thema Musik heran. Schon der Opener ‚Seattlehead’ setzt sich kritisch mit des Meisters LA-Vergangenheit auseinander und besticht durch seinen fetten Groove. Auch ‚Then And Now’ tritt ordentlich ins Gesäß. Riffing irgendwo zwischen Schweinerock und Punk ist die wichtigste Zutat zu dieser neuen, hoffnungsvollen Kapelle. Außer McKagan sind auch noch G. Stuart Dahlquist (ex-Goatsnake) und Gitarrist Dave Kushner (ex-Danzig) an Bord. Duff singt voller echter Gefühle, man hat den Verdacht, er möchte sich aus therapeutischen Gründen von seiner reichlich drogengeschwängerten Vergangenheit lösen. Interessant mag hier scheinen, dass die von Drogen gereinigte Band eines ex-Junkie sich ausgerechnet „Loaded“ (auf deutsch: breit) nennt...Auf jeden Fall besticht diese Platte durch abwechslungsreiche Ideen innerhalb ihres Genres. Die Melodien funktionieren und die Grooves laden zu motorischem Engagement ein. Nach dieser nun etwa 500 000 Veröffentlichung eines anderen ex-G’nR - Mitglieds bleibt abzuwarten, wann ´uns-Axl´ mit etwas vernünftigem über den Teich kommt. Daumen hoch für eine durchaus gelungene Rückkehr aus der Reha-Klinik!

Frank Scheuermann






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