Reviews

Underworld Kingdom

Label: CPZ Records (2006)

2001, also fünf Jahre, ist es her, dass sich Leaf Fat zusammengefunden haben. Angefangen hat alles in der Schule, als die Jungs noch als Punkrockband unterwegs waren. Nachdem man im Februar 2002 endlich ein passendes Line-Up gefunden hatte, spielte man bereits im April den ersten Gig. Die Meinung über den gespielten Stil innerhalb der Band änderte sich, so dass Punkrock allein fortan nicht mehr dem Anspruch der Musiker genügte. Ihr Album „Underworld Kingdom“ beschreiben Leaf Fat als Mischung aus Punkrock, Screamo und Post Hardcore, also kaum in eine Schublade einzuordnen. Der erste Erfolg war ich Video ‚Winter Song’ 2004, dem im Mai 2005 der zweite Platz im europäischen Newcomer Wettbewerb folgte.

Ein gut einminütiges Intro eröffnet die Scheibe von Leaf Fat, die bestimmt nur dazu gemacht wurde, Konzerte einzuleiten, denn musikalisch hat sie nur wenig zu sagen. ‚Individual Happiness’ formt, darauf folgend, das Bild der Musik der Slowenen. Die Beschreibung von Punkrock und Screamo passt schon recht gut, allerdings würde ein Ottonormalhörer die Musik wohl schlicht und ergreifend unter Punkrock abstempeln, auch wenn der Screamo Anteil deutlich erkennbar ist. Die Weiterentwicklung des Sounds schlägt sich nur in gelegentlichen Schreianfällen nieder. Schlecht ist die Musik von Leaf Fat damit auf keinen Fall, im Gegenteil, sie haben ihren eigenen Stil erschaffen der sehr frisch wirkt. Die Professionalität ist ebenfalls vorhanden um große Sprünge zu machen. Das Gitarrenspiel in ‚Amnesia’ macht einem Spaß der Band zuzuhören, denn ist nicht stupides Runterschrubben von Akkorden, sondern ein Zelebrierung der eigenen Kreativität. Es ließen sich Vergleiche mit verschiedenen bekannten Punkrockgruppen anstellen, doch keiner würde Leaf Fat gerecht werden, vor allem was das Songwriting angeht. Um dem Käufer auch richtig was zu bieten, hat die Gruppe nach dem letzten Stück viel Stille eingebaut, um dann einen Bonustrack zu spendieren, der auf dem Album, musikalisch gesehen, ohne gleichen ist, aber man sollte nicht zuviel verraten.

Sauber, kann man da nur sagen. Das Album hält was der Newcomer Wettbewerb verspricht und dürfe für Punkrock / Screamo Fans ein Muss sein.

Winfried Bulach






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