Reviews

My Own Way

Label: Cargo Records (2003)

Wer hat schon mal was von Bands wie Vendetta, Skinflick oder Last Hope gehört? Ich denke die wenigsten unter den geneigten Lesern. Es sind nämlich alles Hardcore Bands, die mal nicht aus Skandinavien oder Amerika kommen, sondern aus dem Osten, genauer gesagt stammen Last Hope aus Sofia in Bulgarien. Dort gehören sie, wie auch die anderen oben aufgeführten Bands, schon seit langem zu den absoluten Szenegrößen.

Ich habe einen sehr positiven Eindruck von Last Hope gewonnen, die mit ihren dreizehn Liedern auf „My Own Way“ ordentlich Energie mit sich bringen. Das Intro zu dem Gesamtwerk, ist zwar nichts neues, man kennt es eben schon von den Ramones, von Agnostic Front und noch einigen anderen, doch das „The Good, the Bad and the Ugly“ - Thema ist einfach nur gut. Und es passt als Eingang zu der sehr melodiösen Musik, die Last Hope machen. Obwohl die vier Jungs schon seit 1994 zusammenspielen, sind sie noch sehr jung und trotzdem bereits sehr ausgefeilt. Der Altersdurchschnitt liegt bei 23 Jahren. Es ist meiner Ansicht nach eine echte Hit-Band, denn ihre Mischung aus old-school HC und Punk passt perfekt zusammen. Auf der Bühne standen sie schon mit Größen wie Ignite und Madball, deren Musikstil ich Last Hope nun nicht unbedingt zuschreiben würde. Vielmehr gleichen Last Hope, durch ihren NYHC Stil eher den frühen Agnostic Front.

„My Own Way“ ist verdammt gut und auch sehr sauber produziert worden, und wird von Superhero Records vertrieben. Auf der CD befinden sich neben den 13 großartigen Tracks noch zwei Bonus Videos, die auf beeindruckende Art und Weise zeigen, wie Last Hope auf ihren Live-Auftritten den Leuten einheizen. In den Texten spiegelt sich der ganze Stolz von Last Hope auf den HC und dessen Ideale wider. Daneben geht es vor allem um falsche Freunde, Unity und „Möchte Gerns“. Macht Lust auf mehr.

Tim Ruhl






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