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In Love

Label: Eigenproduktion (2005)

Im Sommer 2004 suchte Dany Meier sich zwei Mitstreiter um eine Band zu gründen. In Moritz Wagner und Alex Wlassov fand er seinen Bassisten und seinen Drummer um im Raum Konstanz für etwas Furore zu sorgen. Einen Monat später fand man sich bereits auf dem ersten Gig wieder, der aus einem Set von 12 selbstgeschriebenen Liedern bestand. Das erste Demo erblickte im Laufe des Jahres das Licht der Welt und bis heute hat die Band schon etwa 20 Konzerte hinter sich gebracht. Nun kommt die zweite Scheibe, zu deren Releaseparty 300 Leute anwesend waren.

Nette, aber einfache Punkriffs à la Sum 41 kommen bei ‚In Love’ zum Zug, prägen den Rest der EP aber ebenso deutlich. Der Gesang ist in hohen, fast weiblichen, Regionen angesiedelt, kommt aber immer wieder runter in männlichere Gefilde. Zum Namen der Band passt es wie die Faust aufs Auge, man muss den Hardcore Pop mit den angenehm streichelnden Melodien ja schließlich nicht ernst nehmen. Die Texte sind einfach gehalten und könnten etwas genialere Ideen vertragen, denn das Schema mit dem „Ein Satz“-Refrain ist doch etwas klischeehaft. Die Themen setzen sich aus Gegensätzen wie Liebe & Hass, Euphorie & Depression, Gewalt & Sex, etc. zusammen, die auch schon bei vielen anderen Bands zum Zuge kamen. Doch die Musik hat, obgleich ihrer Schwächen, irgendwie sehr viel Charme, weil die pinke Aufmachung des Covers und der Band selbst irgendwie sympathisch ist.

Nett und viel versprechend, wenn die Jungs ihr Niveau noch anheben um sich endgültig vom Mittelmaß abzusetzen, können die Konstanzer bestimmt was werden. Hardcore Pop ist was für Jung und alt.

Winfried Bulach






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