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X To The Power Of Ten

Label: Locomotive Music (2008)

Lanfear sind hierzulande wahrlich keine Unbekannten mehr und bedienen nunmehr zum (fünften?) Mal die Interessen der Prog-Gemeinde. Dabei beweisen sie zum wiederholten Male, dass sie handwerklich solide vorgehen und Scheiben einspielen können, die traditionelle Metalfans genauso beglücken können wie Progsters. Dabei gehen sie durchaus ihren eigenen Weg, ohne dabei aber jemals die Klasse einer Band wie Dream Theater zu erreichen. Das bedeutet nun nicht, dass "X To The Power Of Ten" ein schlechtes oder nur mittelmäßiges Album geworden wäre. Mitnichten. Wahrscheinlich wird sich noch in einigen Jahren die eine oder andere Hymne im Liveset der Süddeutschen wieder finden.

Interessant ist die Scheibe für die Band vor allem aus dem Grund, dass man sich nach "Another Golden Rage" (2005) vom damaligen Sänger Tobias Althammer getrennt hat. Nun feiert Nuno Miguel de Barros Fernandes seinen Einstand am Mikrophon und macht seine Sache mehr als ordentlich. Vor allem hinsichtlich der eigentlichen Domäne der Sangesgilde (nämlich den Riffs der Herren Gitarristen singbare Melodien hinzuzufügen) wird er den Erwartungen zu jeder Zeit gerecht und zaubert zum Teil wundervolle Melodiebögen aus dem Hut, die sogar zuweilen an Helloween erinnern.

Unterm Strich bleibt also eine gute Scheibe, die man sich noch später gelegentlich in den Schacht des CD Players schieben wird. Willkommen zurück!

Frank Scheuermann






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