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Pretend Or Surrender

Label: Sony (2008)

Vor zwei Jahren traten Lovex mit dem ersten Studioalbum "Divine Insanity" ans Tageslicht. Nun 2008 haben sie mit "Pretend Or Surrender" das Nachwerk erschaffen. Eins kann man von Anfang an sagen, die Finnen haben sich weiterentwickelt und ihrer Musik eine gewisse Härte verliehen und ein wenig schwarze Farbe untergemischt. Nicht nur im Aussehen (CD-Cover) sind sie etwas dunkler geworden, auch auf der Scheibe sind fast alle Stücke auf der Leiter der Entwicklung nach oben geschossen.

Wie bei jeder neuen Band und bei jeder neuen Scheibe muss zu aller erst ein Vergleich gefunden werden. Ob es den gibt oder nicht. Man kommt einfach nicht davon los. Lovex z.B. hängt der der Vergleich mit den Kollegen von Him und Negative bestimmt schon zum Halse raus. Aber ich denke daran müssen sie sich gewöhnen. In Gewisser Hinsicht stimmt es ja auch. Auch bei Lovex sind die Platten geschliffen und mit großen Keyboardparts, harten Riffs und einem kräftigen Gesang bestückt, der bei dieser Art der Rock Musik einfach nicht fehlen darf. Durch den melancholischen Gesang und dem "bösen" Outfit trifft die Band gerade momentan den passenden Geschmack vieler vor allem junger Mädels. Ob das bei den anspruchsvolleren Fans des Rock so ankommt bleibt fraglich. Es ist einfach so, dass solch eine Platte einem schnell zu den Ohren rauskommt. Obwohl man Lovex technisch auf keinen Fall einen Vorwurf machen kann. Die Songs sind fehlerfrei mit klarer Linie und einer guten Mischung aus Rock und Balladen. Was die Platte um einiges härter und besser macht als das vorherige Album sind die ausgefeilteren Gitarrenriffs, die durchweg im Album vorhanden bleiben. Bei den ruhigen Songs begleiten Klavier und Streicher den auf den Bildern an Johnny Depp (Film: Schokoladenfabrik) erinnernden Frontmann.

Leider muss man sagen das die Ankündigung auf der Website "Genug mit dieser Mainstream Musik" nicht wirklich zutrifft. Trotz einer gewissen eingespielten Härte sind Lovex Lovex geblieben. Mainstream ist nicht gleich schlecht. Auf keinen Fall. Es hat Spaß gemacht das Album anzuhören. Leider bleibt kein Song wirklich im Gehörgang. Deutlich kräftiger ist "Pretend Or Surrender", eine Steigerung ist nicht zu leugnen. Erfolg werden sie haben die Jungs von Lovex. Den Geschmack ihrer bisherigen Fans haben sie allemal zu 100 Prozent getroffen.

Steffie Kraemer






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