Reviews

Moons And Mushrooms

Label: Dockyard1 (2007)

Die durchaus bewegende Bandgeschichte von Lake Of Tears hat insbesondere musikalisch immer wieder für einige Überraschungsmomente gesorgt. Auch wenn viele schwedische Combos einst mit Death Metal begannen, gibt es mit Sicherheit nur wenige, die sich durch ihren Wandel Vergleiche mit Pink Floyd ausgesetzt sahen. So gesehen sind Lake Of Tears nicht gerade ein Muster an Beständigkeit, von daher dürfte das 7. Release der Band mit sehr viel Spannung erwartet werden.

Im Voraus sei gesagt, dass Lake Of Tears mit "Moons And Mushrooms" eine Punktlandung hingelegt haben. Die Band präsentiert sich auf dem Album in alter Stärke und rockt in ihrem eigenen Stil durch den Player. Die Keys sind fast vollends verschwunden, dafür stehen ganz klar die Gitarren im Vordergrund, die den Charakter der Songs prägen. Bereits der Opener 'Last Purple Sky' gibt die straighte Richtung des Albums vor und setzt sich insbesondere durch das simple Riffing schnell in den Gehörgängen fest. Das nachfolgende 'Island Earth' erinnert im Chorus ein bisschen an die Genrekollegen von EverEve und bringt damit den typischen, melancholischen Touch der Band optimal zum Vorschein. Größtenteils rocken die Stücke im Midtempobereich, wobei sich die Jungs beispielsweise mit der Ballade 'Like A Leaf' auch mal eine Auszeit gönnen. Frontmann Daniel Brennares setzt auch auf diesem Album die Songs glänzend in Szene und beeindruckt durch sein Charisma, das einen wesentlichen Teil des Lake Of Tears Sound ausmacht. Der erdige Sound passt bestens zur Marschrichtung des Albums und bringt die Gitarren hervorragend zur Geltung, wobei insbesondere die hervorragende Rhythmusarbeit z.B. bei 'Children Of The Grey' zur Geltung kommt.

Mit Lake Of Tears ist weiterhin zu rechnen. "Moons And Mushrooms" dürfte ein gefundenes Fressen für alle Gothic Rock Fans sein.

Oliver Bender






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