Reviews

LWE

Label: Progrock Records (2006)

Von den ca. 10-12.000 Tonträgern, die sich in meinem Besitz befinden, kamen bisher etwa 20 ohne Gitarren aus. Der größte Teil davon enthält Hörspiele meiner Kinder, die anderen waren allesamt aus dem Bereich Klassik oder Barock…Warum ich das erzähle? Nun, weil ich gerade eine CD aus meinem Briefkasten geholt habe, die sich dazu aufschwingt, die einundzwanzigste zu werden. Bei Lucas, White, Edsey handelt es sich um eine neue Formation, die deutlich von Heroen vergangener Progzeiten wie Emerson, Lake & Palmer beeinflusst sind. Allerdings hat Greg Lake auf jeder Platte wenigstens das eine oder andere Mal zur Gitarre gegriffen…

Trotz meiner sonstigen Hörgewohnheiten weiß LWE durchaus zu gefallen, auch wenn Rockscheiben, die primär von Tasteninstrumenten dominiert werden zu wenig Revolution und Aufruhr enthalten –eben all das fehlt, worauf es bei Adoleszenz ankommt.

Die ganze CD ist abgesehen von kurzen Spoken Word Passagen instrumental. Dass trotzdem keine Langeweile aufkommt und die Scheibe sogar mir Spaß macht ist wohl mit dem großen Abwechslungsreichtum in stilistischer Hinsicht zu erklären. Mal wird es jazzig, mal klingt es wie eine Rockversion von Bach. Hier möchte ich noch an ähnlich gelagerte Projekte von Lana Lanes Gatten Erik Norlander verweisen, der sich auch gerne einmal den Tastenoverkill gibt. Also: nicht essentiell aber durchaus für Keyboard-Liebhaber zu empfehlen.

Frank Scheuermann 






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