Reviews

Guardian Demon

Label: Cruz Del Sur Music (2018)

Der nächste Streich der Herren um Fronter Luce Hee, eigentlich bei Hooded Priest tätig. Dazu noch den Ex-Basser von Procession Daniel Saa und schon haben wir den geistigen Kern von King Heavy mit ihrem zweiten Longplayer. Das was die Starting-EP und dem Debüt zu Grunde lagen findet sich auch hier wieder, jedoch gibt es ein ohrenscheiniges Mittel welches wesentlich stärker ausgeprägt ist als zuvor und somit DEN Unterschied markiert: Man ist wesentlich mehr Heavy als zuvor. Dazu gehört aber auch dass man die Doom-Kante trotzdem sehr deutlich vernehmen kann, nicht alleine an der Länge der Songs, sondern an der theatralischen Art des Gesangs, der stellenweise Doom-Taktung, die transportierte Düsternis, die verschleppte Geschwindigkeit die man sonst sehr deutlich wahrnehmen kann, gerade wenn man das Doublebass vernommen hat.
 
Mit gerade mal sechs Songs, was nicht viel klingt, aber Laufzeit von über 43 Minuten, da weiß man wieder wo man beheimatet ist. Als Lauschtipp, sofern ihr viel Zeit habt, um die Mucke auf euch wirken lassen zu können, würde ich euch gerne ‚Guardian Demon‘ ans Herz legen, der für mich die perfekte Melange ist von den beiden herzen, die King Heavy in sich trägt. ‚(Death is but an extreme form of) Narcosis‘ der doomigste Vertreter auf dem Album, aber nicht ohne mit einem anderen Extrem aufzuwarten, dem Doublebass-Einsatz, aber genau dies sind die Gegensätze die dieses Album nie langweilig werden lassen oder in Langsamkeitsexzesse a la Reverrend Bizarre enden. Zum Schluss nehmt noch ‚Come my Deisciples‘, mehr muss man nicht sagen …
 
Mein Tipp: Davon einen Anzug und ich würde jeden Tag einen Tragen, so einfach könnte die Formel lauten, so mitreißend kann Doom sein, so gut ist True-Metal oder schlicht so geil ist King Heavy, testen, verlieben und ins heimische CD-Regal einbauen! Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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