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Epistemology

Label: Indie Recordings (2015)

Die Ausnahme-Norweger sind zurück nach 5 Jahren Abstinenz an der CD-Front. Das Trio zeigt nun mal wieder wo Schmitts Katze versteckt ist, Vollgas aussieht bzw. sich anfühlen muss, der Most geholt wird, wie es sich anfühlt, wenn das Gaspedal durch das Bodenblech gedrückt wird – ja, sie sind zurück und die vorherigen Worte waren keine Übertreibung, genauso kommt das Album um die Ecke, das härteste und ausgewogenste Album ihrer Geschichte und zugleich das Schnellste, Brachialste und Raffinierteste. Ihr wollt Belege?
Nachdem Intro ‚Cosmic Revelation‘ geht es dann auch gleich fett los bei ‚The Spiritual Relief‘ infernalisches Doublebass, harte Gitarren reiten im Blackmetal-Moll durch die Szenerie, durchbrochen von den cleanen Vocals, unbändige Wut in Verbindung mit Raserei, doch dann folgt die ruhigere Phase, stellenweise sogar einfühlsam bevor es wieder weitergeht, diesmal aber im Deathgewand und dann, um alles zu komplettieren, noch ein Thrashpart. Wie ein Epos aufgebaut, jedoch bei der Klimax beginnend. Ein weiterer Hinhörer wäre ‚The Grand Design‘ und dann noch den kürzesten Song mit knappen vier Minuten, auf den Namen ‚Universal Core‘ hörend. Einer meiner Lieblinge stellt ‚Necropolis‘ dar, seine Ausgewogenheit mit gleichzeitiger Intensität finde ich so betörend.
Mein Tipp: Ein fettes „Hallo wach“-Album haben die Jungs da zusammen gezimmert, sehr überzeugend und Spaß verbreitend, abwechslungsreich, tobend, verzückend und fesselnd. Wenn man sich dann noch die Digipack-Version zulegt gibt es noch zwei weitere Songs auf die Ohren und bei einem hat man an der Vocalfront Verstärkung durch Attila Csihar von Mayhem. Die Pommesgabel zum Gruße und Danke!!!
10/10
Car Sten






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