Reviews

Dirty Dynamite

Label: Sony (2013)

Je oller, je doller, könnte man von der eidgenössischen Hardrockinstitution zurecht behaupten. Seitdem sich die Streithähne Chris von Rohr, Fernando von Arb und Marc Storace vor einigen Jahren pressewirksam ausgesöhnt hatten, gab es bislang nur das Allerbeste von den AC/DC-Soundalikes zu berichten. Und was soll ich über das neue Werk "Dirty Dynamite" anderes berichten? Die Platte bietet einen Querschnitt dessen, was die schweizerische Institution schon in den 80er Jahren zur Legende gemacht hat: Kernige Riffs, die selbst einen Malcolm Young andächtig lauschen lassen, einen Gesang in der Schnittmenge von Dan McCafferty (Nazareth) und dem seligen Bon Scott und eine Soloarbeit an der Gitarre, die selbst Angus Young mit der Zunge schnalzen lässt!

"Dirty Dynamite" setzt den mit der Reunionscheibe "Hoodoo" einmal eingeschlagenen Weg konzentriert fort und überbietet in puncto Spielfreude selbst diesen Meilenstein der Bandgeschichte. So kann man dieses Scheibchen zurecht irgendwo zwischen "Metal Rendez-vous", "Hardware" und "One Vice At A Time" einordnen. Die Durchschlagkraft von "Headhunter" erreicht man zwar nicht, aber wer hätte dieses auch von einer Band jenseits der 60 Jahre-Marke erwartet. Somit ist dem sympathischen Fünfer weitaus mehr gelungen, als auch der kühnste Fan zu träumen gehofft hätte.

Daher gilt wieder einmal: Beide Daumen hoch für eine wundervolle Scheibe voller grandioser Klischees und Riffs. So wird diese Band noch lange nicht zum Altei´sen gehören! Oder, um es mit einem überaus anmaßenden Songtitel dieser CD zu sagen: "Dirty Dynamite" ist "Better than Sex"!

Frank Scheuermann






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