Reviews

The Absurd Beauty Of Being Alone

Label: Silverdust (2004)

Das Jahr 2004 neigt sich dem Ende zu und der geneigte Metalfan wird lächelnd das Regal begutachten und sich freuen neue geile Teile dazugewonnen zu haben. Doch nicht nur wegen guter Neuveröfentlichungen lohnt sich ein Rückblick, auch der NuMetal verschwand rasend schnell auf dem Friedhof der todgerittenen Trends und brachte wohl nicht wenigen ein genüssliches „ich hab es doch immer gewusst“ über die Lippen. Da überrascht es doch schon gewaltig, dass es doch noch Dinos wie KoRoDeD gibt, die das aussterbende Metier vertreten. Schmücken will man sich damit aber nicht, es werden Pantera und Machine Head herangezogen, um einen musikalischen Vergleich zu schaffen. Leider sind die Einflüsse dieser Bands nur sehr rudimentär, stattdessen gibt es NuMetal satt, Gesang wie gehabt, ein bisserl Korn, da quietscht die Gitarre doch gleich besser, noch ein Schuss Death Metal und fertig ist der Cocktail, den nicht mal Alkoholiker antesten sollten. Einfach nur langweilig, ohne Inspiration und Neuheiten. Man mag nun einwenden, dass es nicht auf Innovation, sondern Feeling ankomme, doch auch darin ist nicht viel zu finden. Es geht nichts, die Songs bleiben nicht im Ohr, alles scheint bemüht, ist auch gut produziert, nur es will nicht passen, zerfahrene Songs ohne Spannungsbögen und interessantes Songwriting. So plätschert oder besser metallt sich die Platte durch 50min und der Schreiberling denkt wehmütig an seine Plattensammlung, wie viele tolle Scheiben doch dort stehen. Dann ist die Scheibe zu Ende und niemand weint eine Träne. NuMetal-Fans können bedenkenlos zugreifen, jeder andere nicht.

Christian Kremp






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