Reviews

Epica

Label: Noise Records (2003)

Nach der 2001 Veröffentlichung von „Karma“ folgt nun, fast 2 Jahre drauf, ein weiteres Studioalbum der Melodic Powermetaller Kamelot. Das fast schon frenetisch abgefeierte Album „Karma“ wird durch „Epica“ eine Stufe zurückgestellt. Sprich: „Epica“ toppt „Karma“. Der Silberling „Epica“ ist eine abwechslungsreiche, zu jeder Zeit mitreisende und packende Weiterentwicklung des klassischen Kamelot Sounds. Jene, eben erwähnte, Weiterentwicklung drückt sich dadurch aus, dass sich zum gewohnten Melodic Powermetal noch progressive Rock Elemente und epische Einflüsse gesellen. Musikalisch wird einem alles geboten was das Herz begehrt: von harten, schnellen und aggressiven Riffs bis hin zu ruhigen, fast schon schleppende Parts. Textlich respektive inhaltlich bewegt sich „Epica“ auf drei verschiedenen Ebenen, welche von Goethes Faust inspiriert sind. Im Großen und Ganzen wird eine Geschichte erzählt, dessen Hauptdarsteller Ariel auf der Suche nach Wahrheit und Gelassenheit bzw. Ausgeglichenheit ist. Um die Dimensionen abzustecken, möchte ich drei Songs kurz vorstellen: ‚Center Of Universe’ stellt sich nach dem Intro als flotte Lotte dar. Ein super Uptempo-Song. ‚Farewell’ zeigt wie mühelos Kamelot packende Rhythmen, genialen Sound und großartige Melodien verknüpfen kann. ‚Edge Of Paradise’ wird von groovigen Sound, super Gitarrenriffs und den charismatischen Stimmbändern Khans geprägt. Der Song durchlebt bei seinen 4:10 Minuten Spieldauer unterschiedliche Tempo-, Rhythmuswechsel und differente Atmosphären.

Es sei noch darauf hingewiesen, dass die Erstauflage des Albums als limitiertes Digipack mit Bonustrack, interaktiven Multimedia-Track und einigen zusätzlichen Überraschungen. Geplant ist außerdem eine Tournee in Europa, Südamerika und Japan.

Mein Tipp: Ein super Melodic Powermetal Album, sollte in jedes CD-Regal eingebaut werden.

Carsten Rothe






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