Reviews

Yolk

Label: Spinefarm Records (2011)

Kein Zweifel: so eine Stimme, wie sie Frontfrau Romily Alice hat, habe ich noch nie gehört. Und das ist durchaus positiv gemeint! Die Rede ist von der Band Japanese Voyeurs, die ihr Album "Yolk" präsentieren.

Eine Beschreibung dieser Stimmgewalt ist ziemlich unmöglich, da müsst ihr euch die Scheibe durchaus selbst anhören. Die Band produziert eine Mischung aus Hard Rock, Alternative und Metal. Eine sehr grobe Einschätzung, aber diese Leute sind so eigen, dass kann man schlicht weg nirgendwo einordnen. Und dies ist zweifellos etwas, was heutzutage zu selten erlebt wird.

Fetzig und melodiös sowie provokativ und ruhig. Durchweg Abwechslung geboten! Mit ihrem Track 'Get Hole' erinnert die Band fast an so manchen Stellen an die Musik von Marilyn Manson, interessant so etwas mal in weiblicher Form zu hören. Die Texte sind einzeln provokativ, doch manchmal entlockt es einem auch einfach nur ein befreiendes Lachen! Gut gelungen! Allgemein lässt sich über das Album allerdings auch sagen, dass sehr viel an musikalischen Klangbildern rumexperimentiert wird. Hauptsächlich kommt etwas sehr gutes zustande, doch an manchen Stellen neigt man dazu, das Gesicht zu verziehen.

Es könnte durchaus möglich sein, dass die Musikrichtung nicht für jedermann geschaffen ist, doch so etwas hat definitiv noch keiner gehört und das ist der Grund dafür, wieso diese Scheibe in gewissem Maße einfach fasziniert! Ich würde mich freuen, in naher Zukunft noch mehr von Japanese Voyeurs zu hören und zu besprechen!

Me Lina






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