Reviews

Demolition

Label: SPV (2001)

Lange genug hat´s gedauert, jetzt ist es endlich draußen: Das neue Album der Metallegende Judas Priest. Schon beim ersten Hören von „Demolition“ wird klar, dass sich an diesem Album die Geister mit höchster Wahrscheinlichkeit scheiden werden. Die eingefleischten Priestfans werden mit dieser Scheibe wahrscheinlich ebenso wenig anfangen können, wie mit „Jugulator“. Die Weiterentwicklung der Band ist unverkennbar, was sicherlich viele Anhänger mit einem weinenden Auge feststellen und sich die guten, alten „Painkiller“ Zeiten zurückwünschen werden. Dennoch ist „Demolition“ für den objektiven Beobachter ein gut gemachtes Metal Album. Die meisten der 13 Tracks bewegen sich im MidTempo Bereich, Ausnahmen bilden der Opener ,Machine Man’(heizt gleich richtig ein) sowie ,Bloddstuckers’ (grandioser Gesang!). Mein persönlicher Favorit des Albums ist ,Subterfuge’ (Killerrefrain!), dass die Nackenwirbel kräftig strapazieren wird. Im Gegensatz dazu stehen aber auch Songs wie ,Devil Digger’ oder ,In Between’, die einen eher schleppenden Eindruck machen, die Ballade ,Lost And Found’ hätte man sich ebenso sparen können wie das kitschige ,Metal Messiah’, mit Abstand der schlechteste Song des Albums. Warum Tim „Ripper“ Owens nicht in das Songwriting miteinbezogen wurde, bleibt ein Rätsel. Denn was der Frontmann hier gesanglich abliefert, ist erstklassig und lässt hoffentlich all diejenigen verstummen, die eine Rückkehr von Rob Halford fordern.

Die Ansichten über „Demolition“ werden sehr weit auseinander gehen. Mir persönlich gefällt das Album recht gut, insofern kann ich Euch nur raten: Hört´s Euch an und bildet Euch selbst eine Meinung.

Oliver Bender






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