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United States Of Blöedsinn

Label: Sony (2004)

Diese Formation muss man nicht lange vorstellen und auf ein Line Up kann auch verzichtet werden. Gehen wir lieber gleich in die Vollen. Irgendwie scheinen die Herren von J.B.O. auf den Pfaden der Blues Brothers zu wandeln, sie scheinen eine göttliche Mission erfüllen zu wollen. Schon beim Opener ‚Glaubensbekenntnis’ geht es los. Nachdem nun so ziemlich jede Subkultur ihr eigenes Glaubensbekenntnis vom Original aus der Bibel abgekupfert hat, so haben nun auch die Rockenden Individuen eines. Wir glauben an den Rock, den Roll den Rock’n’Roll. Unsere Heiligen sind Kurt Cobain und der Teufel wird von Dieter Bohlen symbolisiert…. Kann es einen besseren Einstieg geben?

Die Mission die die Herren versuchen zu erfüllen setzt sich durch das ganze Album fort, so wird u.a. Lebenshilfe gegeben, militärische Polizeiaktionen kritisiert, eine Hommage an den Teufel geschrieben und ein Versprechen der „Propheten“ selbst, dass sie uns nie verlassen werden. Es wird ein Pulverfass voll von Ironie und Sarkasmus auf die Ohren gegeben. Die musikalische Umsetzung reicht von Rock bis hin zu einer Thrashnummer die sich, um dem Ganzen so was Ähnliches wie die Krone aufzusetzen, ‚Gänseblümchen’ nennt. Von fatalem Ohrwurm brauch ich nicht zu sprechen, das ist bei dieser Band schon Usus. Jeder einzelne Song, sei es ‚Glaubensbekenntnis’ oder auch ‚J.B.O. wird niemals sterben’ sind Hymnen für die Festgemeinde. ‚The Kickers Of Ass’, welches eine unbedeutende Ähnlichkeit zu einem Manowar Song aufweist ist einfach nur noch mit Ggeil zu umschreiben.

Mein Tipp: Schlachtet jedes Sparschwein, eine bessere Anlage als für diese CD gibt es nicht!

Carsten Rothe






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