Reviews

Jesus Skins & Jewdriver Split

Label: Impact Records (2004)

Wieder einmal gibt es eine Split CD aus dem Hause Impact. Diesmal haben sich die Hamburger Jesus Skins mir ihren Brüdern im Geiste, Jewdriver aus New York, zusammengetan um ihre Kräfte in einem Album zu vereinen.
Die Skins gibt es seit 1997 und sie musizieren lustig drauflos indem sie christliche Werte in ihre Texte einbauen und das Ganze in Punkmanier an ihre Hörer übermitteln. Nach zahlreichen Tapes haben sie auch schon ein Album mit dem Namen „Unser Kreuz braucht keine Haken“ herausgebracht.
Jewdriver haben sich bereits 3 Jahre früher manifestiert. G.I. Jew war der Name damals und sie haben es tatsächlich geschafft zu dieser Zeit Gigs mit Green Day, Rancid und anderen bekannten Bands zu spielen. Der Kopf der Band, der den einfallslosen Namen Ian Stuartstein trägt, feuerte den Rest der Band zwei Mal, nahm eine Auszeit und dann ging es mit der aktuellen Besetzung weiter.

Den ersten Teil der CD haben die Jesus Skins gestaltet. Die sieben Titel fangen des Öfteren mit einem kleinen Ausschnitt aus Filmen und anderen Medien beginnen um die Stimmung aufzulockern. Danach gibt es christliche Texte auf die Musik alter Klassiker wie ‚Für immer Punk’ von Slime, dass man kurzerhand in ‚Für immer Christ’ umgetextet wird. Eben genannter Song ist der Beste der ganzen Platte, denn neben der Band selbst hat man ein riesiges Arsenal an Gastsängern dabei. Sänger von Slime persönlich, Canalterror und sogar Bela B. von den Ärzten ist mit dabei.
Teil Zwei kommt von den Herren aus den Staaten, die sich der Texte von Screwdriver, der Name verrät es schon, bedienen und sie mit pro-jüdischen Texten versehen. Viel kann man hier nicht erwarten, denn anders als bei den Jesus Skins greift man hier nicht auf Klassiker des Punk zurück, die klanglich einiges zu bieten haben, sondern auf das Grottengeschrammel der Naziband. Auch der Gesang ist angepasst, wie bei Screwdriver, versteht man auch bei Jewdriver kein Wort vom Gesang, von daher ist das Unterfangen, das was man hört als Musik zu bezeichnen gescheitert. Die Idee der Band ist gut, aber bei der Ausführung hat man nicht daran gedacht, dass Screwdriver seine Fans nur auf Grund der Texte hatte.

Die CD sollte man kaufen, würde ich sagen, wenn man ausschließlich die Musik der Jesus Skins darauf hätte, aber durch Jewdriver und deren Ohrenquälerei muss man abwägen, ob man hier zugreifen will.

Winfried Bulach






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