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Afterglow

Label: Agonia Records (2016)

Seit 2000 haben sie die schwedischen Wälder verlassen und beglücken die Fans immer wieder mit ihren Studiolangeisen, teilweise auch schon als Erben Opeth’s betitelt, tritt heute aber eine Zäsur ein: Album Nummer eins mit ihrem neuen Drummer, aber der weiß wie das geht, vorher hat er die Felle bei Katatonia gegerbt, Daniel Lijekvist. Dennoch sind sich die Herren ihrer Linie treu geblieben, dass der Deathmetal nur der grobe Rahmen ist, da drinnen ist aber viel Platz für musikalisches Schaffen und Kreativität, teilweise in den Avantgarde-Bereich gehend …

Man klingt sehr verspielt, aber immer wieder dissonante Melodieführung, schleppend, fast schon beschwörend aber ohne in den Doombereich abzurutschen, aber die Gitarrenline ist schon ein wenig psychodelic angehaucht, dazu kommt eben die Besonderheit, dass man drei Gitarristen hat. Dadurch lassen sich eben diese Klangfarben und Melodiestränge und –läufe kreieren. Die Progressivität hat aber die Oberhand auch wenn gelegentlich die schönen Death-Blastparts auftauchen, so sind sie doch selten und die technische Seite dieser Band steht im Vordergrund. Lauschtipps?`Nehmt ‚The Grinning Mist‘ oder ‚Below Rise To The Above‘ oder ‚The Call To Orion‘. Schön im Wechsel sind der gutturale und der cleane Gesang, was dem Album noch mehr in die progressive Ecke stellt.

Mein Tipp: Progressive Metal mit einem leichten Hang zu Death-Blastbeats könnte man sagen, technisch auf höchsten Niveau und auch sehr anspruchsvoll in Sachen Komposition aber eben auch für die Fans eine sehr intensives Hörerlebnis. Dies ist keine Scheibe für zwischen durch, da braucht man Zeit und Muse um in die Tiefe dieses Albums vorzudringen, stark! Die Pommesgabel zum Gruße!!!

9/10

Car Sten






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