Reviews

Indukti
Idmen

Label: InsideOut (2009)

Dass ich zu den überzeugtesten Anhängern des InsideOut Labels auf diesem Planeten gehöre, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. In all den Jahren, in denen ich deren CDs gekauft oder als Promos bekommen habe, war keine einzige echte Gurke daruner. Nun habe ich die Ehre, mit "Idmen" die zweite CD der polnischen Progressive Metaller Indukti zu besprechen. Dies Jungs sind Verfechter des reinen Prgressive Dogmas der langen Songs. Das kann man schon alleine daran erkennen, dass die acht Stücke bei etwas über 62 Minuten über die Ziellinie gehen. Da wird gebreakt und gerockt, dass es eine wahre Pracht ist. Insgesamt befinden sich die Osteuropäer in einem ähnlich düsteren Fahrwasser wie die Nordmänner von Pain Of Salvation, wenngleich ihr Sound oft unterbrochen wird von Folkelementen oder eine Geige die Nähe zur klassischen Musik erahnen lässt. Daneben gibt es allerdings auch Knüppelpassagen, die Freunde von Dimmu Borgir oder Ensiferum ansprechen dürften. Da wird ein unglaublich weites Spektrum abgedeckt, das sich aus den spontanen Jams der Band im Proberaum ergibt. Die Formation arbeitet üblicherweise rein instrumental, lädt aber zuweilen Gastsängerinnen oder Gastsänger ins Studio, um dort die Kompositionen zu veredeln. Das sind in diesem Fall Leute von Prisma, Sleepytime Gorilla Museum und Rootwater.

Das Ergebnis ist ein atmosphärisch dichtes Album mit mutigen und überraschenden Ansätzen, das sich trotz aller Variationen als überraschend kohärent erweist. Großartig, davon will ich unbedingt mehr!

Frank Scheuermann






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